von eDarling Redaktion
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Ab wann ist jemand beziehungsunfähig?

Frau schaut nachdenklich und zweifelt an ihrer Beziehungsfähigkeit
Ihr Unterbewusstsein sagt ihr, dass er nicht am Beziehungsende schuld ist. Eigentlich hat er nichts falsch gemacht, sondern viel Verständnis gezeigt. Doch sie ist nicht glücklich und fragt sich: „Bin ich beziehungsunfähig?“


Die meisten Menschen fühlen sich in einer harmonischen Partnerschaft, in der Vertrauen, Offenheit und Kompromissbereitschaft herrscht, sehr wohl. Doch es gibt auch Personen, die innerhalb einer festen Beziehung unzufrieden sind. Sie wollen sich nicht fest binden und suchen nach Unverbindlichkeit. Diese Personen werden dann von ihrem Umfeld als beziehungsunfähig wahrgenommen.
 

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Beziehungsunfähig ist niemand!

Psychologen und Paartherapeuten sind sich einig: Eine reale Beziehungsunfähigkeit existiert nicht. Jeder Mensch sei in der Lage, langfristige Beziehungen zu führen. Vielmehr sprechen Experten von einer Angststörung oder Neurose, die häufig in der Kindheit erworben wird und eine intensive Bindung zum Partner nicht zulässt.1 Deshalb verwenden Fachleute eher den Begriff „bindungsgestört“ als „beziehungsunfähig“ und sehen die Ursachen dieser Problematik im Unterbewusstsein.
 

Symptome einer Bindungsstörung

Menschen, die nicht in der Lage sind, eine langfristige Partnerschaft aufrechtzuerhalten, sind sich häufig nicht bewusst, dass sie ein Problem haben. Zumeist suchen sie die Fehler, die zum Scheitern der Beziehung führen, bei den Anderen. Sie verlieben sich ständig neu, um sich dann schon nach kurzer Zeit wieder zu trennen. Obwohl sie sich nach Liebe sehnen, können sie diese unterbewusst nicht zulassen. Neben dem häufigen Partnerwechsel wirken sie auf den jeweiligen, aktuellen Beziehungspartner häufig distanziert, kühl und emotionslos. Dieses Verhalten führt oftmals zu Konflikten in der Partnerschaft und hat nicht selten eine Trennung zur Folge.
 

Ursachen für die vermeintliche Beziehungsunfähigkeit

Wer vermeintlich beziehungsunfähig ist, provoziert Trennungen mit seinem distanzierten Verhalten und mit dem Vorwand, seinen Freiheitswillen ausleben zu müssen. Die Angst, sich in die gefürchtete Abhängigkeit zu begeben, ist größer als der Wunsch nach einer stabilen Beziehung. Doch Psychologen sind sich sicher: „Nicht Freiräume werden erhalten, sondern Mauern erbaut.“2 Die Ursachen für diese emotionale Bindungsstörung liegen größtenteils in der Kindheit, in der es an Liebe und Zuwendung mangelte. Aber auch negative Erfahrungen und Erlebnisse aus vorhergehenden Beziehungen können ursächlich sein.
 

So klappt es langfristig

Zuallererst sollte man sich darüber klar werden, dass ein unterbewusstes, nicht reelles Problem besteht. Niemand ist hoffnungslos beziehungsunfähig! Betroffene, die allerdings Probleme haben, sich auf einen festen Partner einzulassen und diesen Zustand verändern wollen, sollten ihr eigenes Verhalten hinterfragen. Das Gefühl nicht glücklich zu sein, die innere Unbeständigkeit und die unrealistische Erwartungen an die Beziehung, rühren meist aus der eigenen Unzufriedenheit. In kleinen Schritten kann dann nach dieser Erkenntnis daran gearbeitet werden, Kompromisse einzugehen und vielleicht sogar gemeinsam Zukunftspläne zu schmieden.
 

Seit zwei Wochen besucht sie einen Paartherapeuten, der ihr dabei hilft, die Gründe für ihre Bindungsängste zu analysieren. Sie bemerkt bereits erste Veränderungen. Zum ersten Mal seit Langem denkt sie nicht an eine Trennung.
 

Wie schätzen Sie sich ein? Sind sie eher freiheitsliebend oder ein Beziehungsmensch?

Sie sind bereit eine langfristige und glückliche Beziehung einzugehen? Dann unterstützen wir Sie gerne auf Ihrem Weg zum Liebesglück!

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