28.11.2012, von eDarling Redaktion
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Er sucht sie, die Frau fürs Lebe

Er sucht sie immer noch.
Tom ist 39 Jahre alt, erfolgreicher Immobilienmakler, ein attraktiver, sportlicher Mann – und seit vier Jahren Single. „Ich finde einfach nicht die richtige Partnerin“, sagt Tom. Ist er zu anspruchsvoll, zu wählerisch? Oder geht er das Projekt „Er sucht Sie“ einfach nicht optimal an? eDarling hinterfragt die männlichen Kriterien der Partnersuche.

Nicht nur Tom hat es hinsichtlich der Partnersuche schwer. Viele Männer fühlen sich benachteiligt, da meistens traditionell der Mann den ersten Schritt machen und auf die Frau zugehen muss. Sie sind der Ansicht, dass sie die ganze „Arbeit“ beim Kennenlernen leisten müssen und dadurch auch vermehrt Absagen erhalten. Doch stimmt das wirklich? Ist die Angst vor einem Korb eine relevante Ursache dafür, dass sich viele männliche Singles nicht trauen, eine Frau anzusprechen und die Mission „Er sucht Sie“ zu einem problematischen Unterfangen wird?
 

Realistische Sichtweise beim „Er sucht Sie“ - Vorhaben

Experten sehen die Gründe in einem anderen Bereich: Laut einer Studie der University of Texas1, bei der Probanden beider Geschlechter beim Speed-Dating beobachtet wurden, schätzten sich die männlichen Teilnehmer hinsichtlich ihrer Attraktivität und sexuellen Anziehung auf die Frauen überwiegend falsch ein und deuteten die Signale ihrer weiblichen Gesprächspartner missverständlich. Diese falsche Interpretation führte dann zwangsläufig zu einem Misslingen der näheren Kontaktaufnahme. Daher empfehlen Fachleute den  Herren der Schöpfung eine realistische Selbsteinschätzung, so dass die „Er sucht Sie“-Mission gelingt.
 

Die Männerwelt sollte sich nicht verstellen

Psychologen glauben, dass Ehrlichkeit und glaubwürdiges Verhalten der zentrale Schlüssel zum Gelingen einer Partnerschaft sei. Männer sollten sich daher möglichst nicht verstellen und sich treu bleiben. Wichtig ist, dass sie im Gespräch nicht angeben oder gar zu Übertreibungen und Lügen neigen, denn das macht verständlicherweise auf das weibliche Gegenüber einen negativen Eindruck. Auch beim Ansprechen einer Frau sei es nicht unbedingt förderlich, herauszustellen, was man schon alles erreicht hat oder besitzt. Viel wichtiger ist, dass der Mann aufgeschlossen auf die Frau zugeht und ehrliches Interesse signalisiert – das erzeugt Sympathie.
 

Studien belegen: Männer sind oft zu emotional

Der Beziehungscoach Christian Thiel kam in seinen Untersuchungen und im Umgang mit hilfesuchenden Männern zu überraschenden Erkenntnissen: Männer entscheiden bei der Partnersuche vorrangig mit dem Herzen, während Frauen rationaler agieren.2 Viele Single-Männer bedienen sich romantischer Klischees, entwickeln frühzeitig große Gefühle und gestehen der neuen Partnerin schon nach kurzer Zeit ihre Liebe. Manchmal kommt es dann vor, dass sich die Frauen in Anbetracht der überschwänglichen und schnellen Liebesbekundungen überfordert und eingeengt fühlen, so dass die Mission „Er sucht Sie“ scheitert. Dennoch sollte die ausgeprägte emotionale Seite vieler  Herren keinesfalls als negativ eingestuft werden, da diese auch Vorteile mit sich bringt. Denn viele Frauen mögen es, wenn das vermeintlich starke Geschlecht zu seinen Gefühlen steht und sich emotional verhält.
 

Schlussfolgernd lässt sich sagen: Wenn Tom locker und ehrlich auf Frauen zugeht – auch auf die Gefahr hin, eine Absage zu erhalten, dann bestehen sehr gute Chancen, dass seine persönliche „Er sucht Sie“- Aktion zum Erfolg wird. Denn mit einer realistischen Selbsteinschätzung und vielleicht sogar der ein oder anderen Vernunftentscheidung in Bezug auf die Partnerwahl, bieten sich ihm alle Möglichkeiten, eine passende Partnerin zu finden.

Nach welchen Kriterien suchen Sie eine Frau?

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