17.08.2015, von Sebastian Calließ
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Wenn Facebook die Beziehung gefährdet

Er kontrolliert ihr Handy aus Eifersucht
Mehr als zwei Drittel der Singles kennt rasende Eifersucht in Beziehungen. Das ergab unsere aktuelle Umfrage unter 1.265 deutschsprachigen Singles. Welches Verhalten Männer und Frauen zum Kochen bringt und wer tatsächlich eifersüchtiger ist, zeigen die Ergebnisse.

Der Umgang mit Social Media hat Einfluss auf die Harmonie in unserer Partnerschaft. So ist die Mehrheit der Umfrageteilnehmer (64%) überzeugt: Wer sich zu oft bei Facebook und Co. herumtreibt, schürt Eifersucht in der Partnerschaft.
 

Frauen misstrauen Social-Media mehr als Männer

Vor allem Frauen (18%) sehen es nur ungern, wenn der Partner fortwährend seine Online-Bekanntschaften pflegt. Soziale Medien landen damit auf Platz 2 der Top Eifersuchtsgründe für Frauen. Für Männer ist das weniger Grund zur Eifersucht. Nur 11% (Platz 4) stören sich daran, wenn die Liebste regelmäßig in sozialen Netzwerken aktiv ist.

Wenig überraschend bleibt Fremdflirten der Eifersuchtsfaktor Nummer 1 in Beziehungen. Sowohl die Hälfte der Frauen als auch der Männer können es nicht ertragen, wenn der Partner allzu offensichtlich nette Blicke mit anderen austauscht.

Die Gründe für Eifersucht

Eifersucht ist keine Geschlechterfrage

Geht es darum, wer in Beziehungen eifersüchtiger ist, sind sich Männer und Frauen einig: Beide Geschlechter sind zu zwei Dritteln überzeugt, dass Frauen eifersüchtiger sind. Dabei ist der tatsächliche Unterschied nur marginal, denn 81% der Frauen und 75% der Männer bezeichnen sich selbst als eifersüchtig.
 

Eifersucht als Liebesbeweis? Für Männer schon.

Interessant ist, dass vor allem Männer (41%) in Eifersucht einen Liebesbeweis sehen. Bei den Frauen sind es nur 29%. Einen großen Unterschied gibt es auch, wenn verschiedene Altersgruppen miteinander verglichen werden. Während 60% der 18- bis 25-Jährigen in Eifersucht einen Liebesbeweis sehen, nimmt diese Ansicht mit steigendem Alter stetig ab. So teilen bei den 56- bis 65-Jährigen nur noch 32% diese Meinung.

Auch wenn 63% der Frauen und 62% der Männer überzeugt sind, dass Eifersucht ein völlig normales Gefühl in der Beziehung ist, fällt es den Singles doch schwer, zu ihrer Eifersucht zu stehen. Insgesamt 27% gaben an, sie würden ihre Gefühle verheimlichen, um die Harmonie in der Partnerschaft nicht zu gefährden. Auch hier zeigt sich, dass gerade die Jüngeren (38%) ein Problem haben, Eifersucht in der Beziehung zu kommunizieren.

Ist Eifersucht  normal?

 

Männer suchen eher Hilfe gegen Eifersucht

Die Mehrheit der Singles macht Eifersucht lieber mit sich selbst aus. Nur 16% der Umfrageteilnehmer geben zu, schon einmal Hilfe gegen ihre Eifersucht in Anspruch genommen zu haben. Mit 19% liegt der Anteil der Männer höher als der der Frauen mit 11%. Männer (92%) und Frauen (88%) ziehen dabei den engsten Familien- und Freundeskreis einem Therapeuten vor.
 

Expertentipp bei eifersüchtigem Partner

Damit Eifersucht kein Problem in der Beziehung wird, schlägt eDarling-Psychologin Salama Marine vor, von Beginn an klare Grenzen zu setzen: „Lassen Sie sich nicht darauf ein, Ihre Treue beweisen zu müssen, indem Sie beispielsweise Ihre Mails oder Facebook-Nachrichten zeigen. Es würde nie genügen und nur den Rechtfertigungsdruck steigern. Auch Drohungen, sich trennen zu wollen, wenn die Eifersucht nicht nachlässt, führen nicht zum gewünschten Resultat. Vermeiden Sie solche Situationen und bauen Sie Vertrauen auf."

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