08.05.2014, von eDarling Redaktion
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Weltnichtrauchertag – Wie wirkt sich das Rauchen auf die Beziehung aus?

Mann zieht an seiner Zigarette
Am 31. Mai heißt es: Weg mit den Aschenbechern! Um die Raucher weltweit zu einer 24-stündigen Tabak-Abstinenz zu ermutigen, rief die Weltgesundheitsorganisation WHO im Jahre 1987 den internationalen Weltnichtrauchertag ins Leben. Wir haben uns gefragt: Wie wirkt sich das Rauchen auf Beziehungen aus? Psychologin Dr. Wiebke Neberich gibt Antworten.


Studien zeigen: Dem Partner ist die Gesundheit des Anderen wichtig

Die British Heart Foundation befragte in einer Studie 1426 mit einem Raucher liierte Personen, ob sie sich um die Gesundheit ihres Partners sorgen. Viele der Befragten bejahten es. Sie machen sich beispielsweise Gedanken um die Spätfolgen, die das Rauchen verursachen kann oder haben Angst davor, ihren Partner früh zu verlieren.

79% der Befragten gaben weiterhin an, sie begrüßten es, reduzierte ihr Partner das Rauchen oder gäbe es auf. Mehr als die Hälfte von ihnen glauben, der beste Weg, dies dem Partner mitzuteilen, sei eine ehrliche und direkte Ansage.1

Psychologin Dr. Wiebke Neberich bestätigt:

Wir würden fast alles für unseren Partner tun. Wenn wir ehrlich sind und Ihm unsere Sorgen einfühlsam beibringen, dann wird es ihn motivieren, das Rauchen aufzugeben. Dennoch sollten wir im Hinterkopf behalten, dass Rauchen eine Sucht ist. Für viele ist es unglaublich schwer, damit aufzuhören. – Dr. Wiebke Neberich

 

Wie beeinflusst das Rauchen die Partnerschaft?

Viele Raucher wissen nicht, um die Auswirkungen, die Ihre Gewohnheit auf Ihre Beziehung haben kann. Doch der nichtrauchende Partner hat gelegentlich das Gefühl, etwas stünde zwischen ihnen. Aber was sorgt für diese Spannung?

Viele Nichtraucher stört die mangelnde Hygiene ihres rauchenden Partners. Nicht selten hören Raucher von ihrem Partner Beschwerden, wie:

Deine Küsse schmecken wie ein Aschenbecher.

Auch der Geruch, der in Wohnung und Kleider zieht, stört. Der Ekel kann die Lust auf intime Momente mit dem anderen ersticken.
 

Reicht die Liebe zum Partner, um mit dem Rauchen aufzuhören?

Reicht allein die Liebe zum Partner aus, um sich das Rauchen abzugewöhnen? Oder muss ein professioneller Rauchentzug her? Neberich erklärt:

Das Rauchen aufgeben ist kompliziert. Raucher sind meist mehr als nur nikotinabhängig. Sie werden bestätigen, dass Rauchen auch eine Sache der Gewohnheit ist. Ferner hat es eine soziale Funktion. Jemand, der sich das Rauchen abgewöhnen will, muss Sucht und Gewohnheit überwinden. Was also wirklich auf die Probe gestellt wird, ist der Wille des Rauchers, nicht die Liebe zum Partner. – Dr. Wiebke Neberich

 

Wie können Sie Ihren Partner unterstützen?

Nichtrauchern fällt es schwer, nachzuvollziehen, was genau einem Raucher am Rauchen gefällt, warum ein Leben ohne für ihn so schwierig ist:

Raucher haben oft widersprüchliche Gefühle zum Rauchen. Sie wissen, dass ein hohes Risiko besteht, zum Beispiel an Lungenkrebs zu erkranken und früher zu sterben. Auf der anderen Seite erinnern sie sich an all die guten Momente, die sie während des Rauchens hatten – den Glimmstängel wegzuwerfen, fühlt sich an, als ob sie sich von einem guten Freund trennten. – Dr. Wiebke Neberich

Wenn Sie Ihren Partner dabei helfen wollen, das Rauchen aufzugeben, müssen Sie, mit allen Emotionen während dieses Prozesses umgehen können. Dr. Neberich erklärt, wie dies funktionieren kann:

Bedenken Sie, dass das Rauchen eine persönliche Entscheidung ist. Der Raucher muss von sich aus entscheiden: „Ich will aufhören.“ Dabei muss er sich umsorgt und unterstützt fühlen. Stehen Sie Ihm bei. Helfen Sie Ihm, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Zeigen Sie Ihm, dass Sie auch in den schwierigen Situationen für ihn da sind. Ermutigen Sie ihn immer wieder und loben Sie ihn für das, was er bereits geschafft hat. – Dr. Wiebke Neberich

 

Dr. Wiebke Neberich gibt drei Tipps, die helfen das Rauchen aufzugeben:
 

  1. Planen und Vorausschauen: Sprechen Sie über Vor- und Nachteile des Rauchens. Identifizieren Sie Schwierigkeiten, die auftreten können. Worauf sollten Sie sich einstellen?
  2. Schwierige Situationen identifizieren und bewältigen: Finden Sie Alternativen zum Rauchen und schmieden Sie Pläne, wie sie der Verlockung widerstehen können. Leute, die rauchen, halten etwas in der Hand – es ist also clever, etwas zu finden, was die Zigarette ersetzt, wenn Sie zum Beispiel auf den Bus warten oder gemütlich auf dem Sofa sitzen.
  3. Einen realistischen Zeitpunkt finden: Steht eine Geburtstagsparty oder ein Abgabetermin an und Sie greifen gerade dann zur Zigarette, ist es schwierig dem Glimmstängel Adieu zu sagen. Erleichtern Sie sich das Aufhören. Planen Sie es für einen späteren, günstigeren Zeitpunkt.

Wiebke Neberich betont:

Obwohl mit Sicherheit während dieser Zeit viele Hürden zu überwinden sind, ist es wichtig, dem Partner stets zu zeigen, wie viel Glauben, Zuversicht und Vertrauen Sie in ihn haben. Nur so wird er auf Dauer seine Finger von der Zigarette lassen. – Dr. Wiebke Neberich

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